Nase & Nebenhöhlen

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): Symptome, Verlauf und Behandlung

Druck im Gesicht, verstopfte Nase, eingeschränkter Geruch: Woran Sie eine Sinusitis erkennen, wie akute und chronische Formen verlaufen und was Linderung verschafft.

⏱ 3 Min. Lesezeit Aktualisiert am 18. Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine akute Sinusitis entsteht meist nach einem Schnupfen und bessert sich häufig innerhalb von zwei bis drei Wochen.
  • Von einer chronischen Sinusitis spricht man, wenn Beschwerden länger als etwa zwölf Wochen anhalten.
  • Abschwellende und befeuchtende Maßnahmen lindern; bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist eine Abklärung sinnvoll.

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädel, die mit der Nase in Verbindung stehen. Entzündet sich ihre Schleimhaut, spricht man von einer Sinusitis. Sie gehört zu den häufigsten Gründen für einen HNO-Besuch. Dieser Beitrag erklärt, wie Sie eine Sinusitis erkennen und was Linderung verschafft.

Typische Symptome

Kennzeichnend für eine Nasennebenhöhlenentzündung sind:

  • ein Druck- oder Schmerzgefühl im Bereich von Stirn, Wangen oder zwischen den Augen, das sich beim Bücken verstärken kann;
  • eine verstopfte Nase mit erschwerter Nasenatmung;
  • zäher, teils gelblich-grünlicher Schleim (Nasensekret oder Sekretfluss im Rachen);
  • ein eingeschränkter oder fehlender Geruchssinn;
  • manchmal Kopfschmerzen, ein Druck auf den Ohren oder leichtes Fieber.

Wie eine Sinusitis entsteht

Am Anfang steht meist ein banaler Schnupfen. Die Schleimhaut schwillt an, die schmalen Verbindungsgänge zwischen Nase und Nebenhöhlen verlegen sich, und das Sekret kann nicht mehr richtig abfließen. In diesem Milieu entzündet sich die Schleimhaut. Begünstigend wirken eine verkrümmte Nasenscheidewand, Allergien, Polypen oder anatomische Engstellen.

Akut oder chronisch?

Bei der akuten Sinusitis treten die Beschwerden plötzlich auf und bessern sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Von einer chronischen Sinusitis spricht man, wenn Symptome länger als zwölf Wochen bestehen. Wiederholte akute Episoden mit beschwerdefreien Zwischenzeiten sind nicht automatisch eine chronische Sinusitis. Die chronische Form geht häufiger mit dauerhaft behinderter Nasenatmung, vermindertem Geruchssinn und einem Druckgefühl einher und sollte fachärztlich abgeklärt werden, um die Ursachen gezielt anzugehen.

Möglichkeiten zur Linderung einordnen

Viele akute Verläufe klingen von selbst ab. Salzlösungen können als Spray oder Spülung infrage kommen; ein sicherer Nutzen ist nicht für jede Anwendung belegt. Abschwellende Nasensprays können kurzfristig die Atmung erleichtern, sollen aber nur wenige Tage und entsprechend Packungsbeilage verwendet werden. Bei längerer Anwendung können sie selbst zu Problemen führen.

Welche Mittel für Alter, Vorerkrankungen und Beschwerden geeignet sind, klären Sie mit Praxis oder Apotheke. Aus der Farbe des Sekrets allein lässt sich kein Bedarf für Antibiotika ableiten. Dieser Beitrag gibt keine individuelle Arzneimittelanweisung.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Ein Termin ist ratsam, wenn die Beschwerden sehr stark sind, länger als etwa zwei Wochen anhalten, sich nach anfänglicher Besserung wieder verschlechtern oder immer wiederkehren. Rasch handeln sollten Sie bei hohem Fieber, einer Schwellung oder Rötung rund um ein Auge, Sehstörungen, starken Kopfschmerzen mit Nackensteife oder einer Wesensveränderung, das können Warnzeichen für seltene Komplikationen sein.

Ärztliche Behandlung

In der Praxis werden Nase und Nebenhöhlen untersucht, bei Bedarf mit einem Endoskop. Die Behandlung reicht von befeuchtenden und abschwellenden Maßnahmen über entzündungshemmende Sprays bis, je nach Befund, zu weiteren Schritten. Bei chronischen Verläufen oder anatomischen Engstellen kann eine weiterführende Diagnostik (etwa Bildgebung) und in manchen Fällen ein operativer Eingriff besprochen werden, um die Belüftung der Nebenhöhlen dauerhaft zu verbessern.

Weitere häufige Krankheitsbilder finden Sie im Überblick über HNO-Erkrankungen. Eine Praxis in Ihrer Nähe finden Sie über die Umkreissuche.

Den Verlauf für den Termin festhalten

Als persönliche Gesprächshilfe zum Ausdrucken. Diese Liste stellt keine Diagnose und speichert keine Gesundheitsdaten.

  • Beginn und Dauer: Seit wann bestehen Beschwerden ohne Unterbrechung? Gibt es zwischen einzelnen Episoden vollständig beschwerdefreie Phasen?
  • Verlauf: Wurde es zunächst besser und danach wieder schlechter? Welche Beschwerden belasten am stärksten?
  • Anwendung: Welche Sprays, Spülungen oder Medikamente wurden bereits genutzt, wie oft und wie lange?
  • Vorgeschichte: Sind Allergien, frühere Eingriffe oder ähnliche Episoden bekannt?
  • Gespräch: Welche Behandlung wird warum vorgeschlagen, wann ist eine Kontrolle sinnvoll und welche Warnzeichen sollen zur erneuten Kontaktaufnahme führen?

Quellen und redaktionelle Einordnung

Herausgeber: HNO Welten, Verantwortlicher im Impressum. Letzte inhaltliche Überarbeitung: 18. Oktober 2026. Die folgenden öffentlichen Gesundheitsinformationen dienen als Quellen.

Eine namentliche fachärztliche Prüfung ist nicht dokumentiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Orientierung. Sachlichen Fehler mit Quelle melden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden, starken oder plötzlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Praxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder im Notfall an den Notruf 112.

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